Day Twenty-Two
Nach vier Weihnachts-Events, einem Besuch aus England und etwas Spengler Cup gibt es nun eine frisch eingetroffene, wochenlange Vormerkung zu bearbeiten:
Piwinger, Manfred / Zerfass, Ansgar (2007):
Handbuch Unternehmenskommunikation. Wiesbaden: Gabler, 2007
Mal wieder ein richtiger Herausgeberwerk-Ziegelstein mit 930 Seiten. Aufbau:
- Grundlagen der Unternehmenskommunikation (Unternehmensführung in der Mediengesellschaft, Aspekte des Kommunikationsmanagements)
- Wertschöpfungsstufen der Kommunikation (Analyse von Umfeld und Meinungsbildung, Zieldefinition und Planung der Kommunikation, Umsetzung und Kommunikationsmittel, Wertbestimmung und Evaluation, Bereitstellung von Organisation und Kompetenz)
- Handlungsfelder der Unternehmenskommunikation (Strategien für zentrale Bezugsgruppen, Konzepte für besondere Kommunikationssituationen)
Take-Away-Artikel (aus dem Teil “Umsetzung und Kommunikationsmittel”):
Pleil, Thomas / Zerfass, Ansgar (S. 511 - 532):
Internet und Social Software in der Unternehmenskommunikation
- vom Lese-Medium zu Partizipation, Interaktion und meinungsbildenden Communities
- durch neue Anwendungen ändern sich gesellschaftliche Kommunikations- und Interaktionsstrukturen
- dadurch entstehen für die Unternehmenskommunikation neue Herausforderungen
- Paradigmen der Online-Kommunikation: von netzbasierten Diensten zur interaktiven Kommunikation, Internetnutzung durch Stakeholder und Journalisten, das Internet als Mittel der Orientierung und Realitätskonstruktion
- Grundlagen der Online-Kommunikation: digitale Reputation als Wertschöpfungsfaktor (eines der wichtigsten strategischen Ziele der Unternehmenskommunikation ist der Aufbau und die Sicherung von Reputation), “Auf dem Weg zum Dialog?” (Positionierung im Netz unter einer teilweisen Aneignung eines innovativen Image sowie das jederzeit Verfügbarmachen von Stakeholder-relevanten Informationen wurden von vielen Unternehmen erreicht, nicht aber die dialogorientiertere Kommunikation von Unternehmen: Westermann, Arne (2004) -> Dialogangebote wie Chats, Foren, Gästebücher oder Kommentarfunktionen bleiben eine Ausnahme), Herausforderungen und Chancen für das Kommunikationsmanagement: Managementtools und Informationsquellen im Internet erhöhen die Effizienz der Unternehmenskommunikation; Öffentlichkeiten und Bezugsgruppen im Internet sind dynamisch, schnell und schwer kontrollierbar, können aber besser denn je selbst oder gemeinsam mit Partnern geschaffen und geprägt werden; Das Internet als Kommunikationskanal: Chance der gesteigerten Effektivität für die Unternehmenskommunikation (schneller & besser) -> Konzeption (Zweck der Corporate Website, Stakeholder), Workflow und Organisation (CMS), Usability (Ziel: Aufmerksamkeitsgewinn durch hervorragende Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit)
- Social Software: neue Formate für die Online-Kommunikation. Anwendungen: RSS, Blogs, Podcasts, Wikis
- Herausforderungen der Peer-to-Peer-Kommunikation (= Kommunikation zwischen Gleichgesinnten): Bedeutung von Peers nimmt umso mehr zu, je unübersichtlicher das Angebot an Informationen, Stilen und Trends wird. Urteile von Peers werden wichtiger im Vergleich zu den klassische Massenmedien, welche aber (vorerst) dominierend bleiben. Meinungsbildung verlagert sich teilweise in digitale Arenen und werden für jeden nachvollziehbar -> Online-Kommunikation sollte sich intensiv mit netzwerkartiger Kommunikation beschäftigen. Eine Handlungsoption ist Employee Empowerment (Mitarbeiter als Multiplikatoren).
So, und nun ab ins Engadin!
Tags: research