Day One
Los geht’s mit dem Research: der Bibliothekskatalog der Universität St.Gallen zeigt 105 Treffer bei der Suche nach dem Stichwort “web 2.0″. Nach der Durchsicht und Konsolidierung der Liste (main criteria: Erscheinungsjahr und thematische Eignung) bleiben 24 relevante Werke (Bücher, Artikel, Papers). 10 davon sind im Moment ausgeliehen und werden subito reserviert. Mit dem Rest kann es losgehen.
Huber, Melanie (2008):
Kommunikation im Web 2.0. Konstanz: UVK, 2008
Dieses Buch ist der Band 13 der Reihe “PR PRaxis”; die Autorin leitete von 2001 bis 2006 die Online-Redaktion der “Zeit”. Inhatlich geht’s um Anwendungen und Chancen für die PR, Multiplikatoren, Issue Management, interne Kommunikation, Pressearbeit 2.0, virale Kampagnen, Erfolgsfaktoren der Kommunikation 2.0, Empfehlungsmarketing und drei Praxisbeispiele (Podcasts bei Sport Bild, Blog bei ten east, Facebook zur Reputationssteigerung). Meine persönlichen Take-Aways (ohne Anspruch auf irgend etwas, z.B. Vollständigkeit):
- http://dathana.blogspot.com/ (burmesischer Blogger – zeigte Ende September 2007 leider eindrücklich die Bedeutung des Internets für unsere Kommunikation und Information)
- Argumentation: einfachere und vielfältigere Tools => mehr Aktivität im Netz durch Verbraucher, Experten und auch Mitarbeiter => Konsequenzen für Recherche und Information => UCG als Grund für Unternehmen, ihr Kommunikationsverhalten zu überdenken und die Öffentlichkeitsarbeit anzupassen
- Wirksame(re) Massnahmen: Verbrauchertest in einer passenden Community, Nutzerbefragung zu einer geplanten Funktionalität eines neuen Produktes, Intensivierung & Personalisierung von Kampagnen, interner Kommunikation und Medienarbeit. Die einzige Voraussetzung: Offenheit.
- Gründe für die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Kommunikation über das Internet: Furcht, etwas falsch zu machen und dafür öffentlich kritisiert zu werden; existierende Berichte über pöbelnde Blogger und ausgeplauderte Geheimnisse
- 4 Schritte zur “Kommunikation 2.0″: 1. Die Zielgruppe im Web finden, 2. Hinschauen und lesen, 3. Einen Dialog führen, 4. Zielorientierte Massnahmen definieren
- Verändertes Verhalten der Konsumenten: gleiches Bedürfnis aber neue Möglichkeiten, einem Freund wird eher Glauben geschenkt als dem fremden Journalisten
- Konsequenzen für die PR: finde die (neuen) Multiplikatoren, mach täglich 10 Min. Monitoring, trete mit den Multiplikatoren in Kontakt/Dialog und mache sie zu Customer-Evangelisten
- Neue Form der Beziehungspflege: Verbraucher erwarten Feedback, schnelle Antworten und Hilfe. WIe kann man ihnen ein Stück näher kommen? Lösung: den Verbraucher lesen, die Fragen beantworten, für Klarheit sorgen. Insider-Informationen preisgeben, Probleme und Herausforderungen ansprechen, Kunden an Entscheidungen teilhaben lassen, um Rat fragen.
- Vorzüge der Kommunikation 2.0: direkte Gespräche mit den (potenziellen) Kunden (Bedürfnisse und Wünsche kennenlernen), aktive Gestaltung des Marken-/Unternehmensimage, ungefiltertes Feedback zu Produkten oder geplanten Veränderungen, Mitarbeitermotivation & Spass, Mund-zu-Mund-Propaganda, SEO & Aktualität, Steigerung von Glaubwürdigkeit & Authentizität, Steuerung von Meinungsäusserungen, zeitnahe und preiswerte Marktforschung.
- Thema Social Commerce: the power of many, Täuschung & Lüge sind tabu, Bewertungssysteme und Vorschläge, Online-Handel, Furcht vor Kontrollverlust über die eigene Kommunikation und Produkt-Präsentation, Empfehlungshandel, Word-of-Mouth-Marketing, Wertschöpfung entsteht durch die Interaktion zwischen den Nutzern (und kann entweder von der Community selbst oder vom Unternehmen initiiert sein), open innovation, the long tail.
- Umsetzungselemente von Kommunikation 2.0: Bedarfsanalyse (wie und was macht die Zielgruppe im Web?), Ziel- und Zielgruppenbestimmung, Überzeugungsarbeit (intern!), Ideen finden, (virales) Marketing mit geeigneten Auslösern und Impulsen.
- Empfehlungsmarketing: Multiplikatoren finden und motivieren, Glaubwürdigkeit steigern, Involvement fördern (Einbindung durch Begeisterung führt nachfolgend zum Dialog zwischen Verbrauchern), Erfolgsmessung.
Pleil, Thomas (2007):
Online-PR im Web 2.0: Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. Konstanz : UVK, 2007
Das Buch besteht aus einer Einführung zu Online-PR und 15 Cases (Themen der Fallbeispiele: Corporate Podcasts, Spreadshirt, interne Blogs, CEO-Blogs, Corporate Blogs). Bei der Einführung geht es u.a. um Prinzipien des Web 2.0 (Publizieren, Teilen, Zusammenarbeiten, Vernetzen, Bewerten und Filtern) und die drei Typen von Online-PR (siehe Tabelle auf S. 18 – die dritte Dimension heisst übrigens Cluetrain-PR).
Tags: research
November 17th, 2008 at 20:20
schön
.
Wieviele Tage sind noch “remaining”?
November 17th, 2008 at 20:21
Ach ja und der namics Server scheint übrigens 1h (20.20Uhr vs. 19:20) voraus zu gehen? Mail an sys-service….Joe
November 17th, 2008 at 21:09
+/- ungefähr ca. genau 19 days remaining…
systemservice hat wohl noch sommerzeit.
November 20th, 2008 at 18:07
[...] auch mal Zeit für etwas eher Abgehobenes sein (über dieses Buch bin ich in den Referenzen bei Pleil 2007 [...]
December 6th, 2008 at 18:40
[...] Zolli wrote an interesting post today onZollisBlog » Blog Archive » Day OneHere’s a quick excerptUmsetzungselemente von Kommunikation 2.0: Bedarfsanalyse (wie und was macht die Zielgruppe im Web?), Ziel- und Zielgruppenbestimmung, Überzeugungsarbeit (intern!), Ideen finden, (virales) Marketing mit geeigneten Auslösern und Impulsen. … [...]