Day Nine

Back@Uni. Viele neue Bücher als Vormerkung erhalten. Let’s go:

Marcus Schögel, Inga Schmidt (2002):
eCRM: mit Informationstechnologien Kundenpotenziale nutzen. Düsseldorf: Symposion Publishing, 2002

Mal wieder ein Ziegelstein mit 792 Seiten voller Aufsätze.  Themenfelder: Identifikation (Kundendaten erfassen), Selektion (Kundenbeziehungen abbilden), Interaktion (Kundenbeziehungen gestalten), IT-Systeme und Integration. Ein Take-Away:

Riemer, Kai / Totz, Carsten:
Virales Marketing – Eine Werbebotschaft breitet sich aus

Gute Begriffsbestimmung auf S. 417 (Übersicht zu den Artikeln von Jeffrey Rayport, Jerry Wind/Vijay Mahajan, Jeffrey Graham, Sabrina Helm), Unterschiede Word-of-Mouth- und virales Marketing: offline vs. online. Wie aktiviert man als Unternehmen ein Kommunikator? Mit etwas Neuem ehrliches Intresse zur Weiterempfehlunge hervorrufen, Image-/Prestigeeffekte zur Anerkennung im sozialen Umfeld, Unterhaltung/Entertainment, Prämien/Incentives (kritisch, weil kein ehrliches Interesse vorhanden), Nutzung von Netzwerkexternalitäten (Steigerung des persönlichen Nutzens als Anreiz). Gefahren: geringe Kontrollmöglichkeiten, Manipulationen/Modifikationen sind möglich, Rezeption als Spamming. Fazit: virales Marketing ist Ergänzung des Kommunikationsmixes.

Belz, Christian / Schögel, Marcus / Arndt, Oliver / Walter, Verena (2008):
Interaktives Marketing: neue Wege zum Dialog mit Kunden. Wiesbaden: Gabler, 2008

Ein über 545 Seiten reichendes, top aktuelles “Herausgeberwerk”. Das Schlagwort “Web 2.0″ kommt schon im zweiten Satz des Vorworts das erste Mal vor. Dann aber lange nicht mehr resp. nur am Rande (obschon interessante Artikel zu lesen sind). Web 2.0 wird z.B. als Kanal bezeichnet, neben z.B. E-Mail (S. 212). Im Teil 3 (“Neue Kanäle der Interaktion”) geht’s dann aber in medias res:

Stanoevska-Slabeva, Katarina:
Die Potenziale des Web 2.0 für das Interaktive Marketing

Zwei Arten der Anwendung: A) Partizipation mit unternehmensspezifischen Brand Generated Content auf bestehenden Plattformen (Branded Videos, virtuelle Filiale in second life, Wikipedia-Artikel von Unternehmen) und B) Einsatz neuer Instrumente zur Schaffung von unternehmensspezifischen Plattformen (Corporate Blogs, Corporate  wikis, Media Sharing Plattformen)

Iltgen, Andrea / Künzler, Simon:
Web 2.0 – schon mehr als ein Hype?

Studienergebnisse: Blogs werden intensiv gelesen, die Zahl der aktiven Blogger ist hoch, private und geschäftlicher Einsatz; Podcasts sind sehr bekannt, Abonnenten sind noch in der Unterzahl; Second Life ist sehr bekannt, Nutzungsintensität ist gering, Nutzungsmotive v.a. im Freizeitbereich ohne finanzielle Engagements

Blumauer, Andreas / Pellegrini, Tassilo (2009):
Social Semantic Web: Web 2.0 – was nun? Berlin: Springer, 2009

Ein Buch aus der Zukunft, so neu. ;-) Gegliedert nach den Abschnitten Einstiegspunkte, Technologien & Methoden, Anwendungen & Perspektiven, Reflexion. Haupt-Take-Away: Das Semantic Web hat vom Web 2.0 zu lernen begonnen (RDF/Metadaten vs. Folksonomy), es ist eine Konvergenz von Social Software und Semantic Web zu beobachten.

Alby, Tom (2008):
Web 2.0: Konzepte, Anwendungen, Technologien. 3., überarbeitet Auflage. München: Hanser, 2008

Inhalt: Begriffsklärung, Blogs, Podcasts, Social Software (wikipedia, skype, del.icio.us, FlickR, Lycos iQ, last.fm, XING, MySpace, Facebook, StudiVZ, Orkut, 43things.com, digg, plazes, Youtube, Twitter, Ning, dopplr), Folksonomy (schöner Untertitel: “Users are doing it for themselves”), das Web als Plattform (Google [Google Docs & Spreadsheets], BitTorrent, iTunes, Mashups), Technologien und Entwicklungskonzepte (Ajax, RSS/Atom, Perpetual Beta und Einbezug der User, Ruby/Ruby on rails), Geschäftsmodelle (Long Tail, AdWords/AdSense), Web 3.0 (Ausblick), Interviews

Gissing, Bernhard / Tochtermann, Klaus (2007):
Corporate Web 2.0: Web 2.0 und Unternehmen – wie passt das zusammen? Aachen: Shaker, 2007

Klein, aber oho? Das erste Büchlein aus der HSG-Bibliothek mit einer Ring-Heftung… und einer Tag Cloud auf der Hinterseite! Viel zu Open Innovation. Take-Aways:

  • Fazit der Einführung: “Beim Web 2.0 handelt es sich nicht bloss um Webanwendungen, die bestimmte Interaktionen (Content, Informationen) zwischen verschiedenen Nutzern zulassen. Vielmehr ist darunter der Ansatz zu verstehen, wie und wodurch das Web diese Interaktion zulässt und sie unterstützt.
  • Basiselemente: Services, Content, Community
  • Einsatzbereiche im Unternehmen: Innovation (Produkteentwicklung) und Marketing (Markt-/Produktidentifizierung, Vetriebsmodelle, Public Relations)
  • The McKinsey Quarterly 2007: Studie zeigte, dass Unternehmen aufgrund der mangelnden Festlegungsmöglichkeit des Business Impact von Web 2.0 noch zögern, sich mit Web 2.0 auseinanderzusetzen
  • Beispiele (“mit Communities Unternehmensziele erreichen” / “kollektive Intelligenz”): Lego, Audi, Salesforce -> instrumentalisierte Communities
  • Auswirkungen auf das Unternehmen: Selbstorganisation der Akteure und sinkende Prozesshoheit des Unternehmens (veränderte Koordination, Freiwilligkeit und Sanktionsfreiheit), Offenheit von Systemgrenzen, Ausrichtung oder Anpassung des Geschäftsmodells
  • Gefahren: Manipulation und Missinformation, Vandalismus, Bestrafung durch Communities (Case Kryptonite), Zugang zu unternehmensrelevanten Informationen, richtige Filterung der “kollektiven Intelligenz”, unternehmenskulturelle Probleme (z.B. das not-invented-here-Syndrom), fehlende Messbarkeit, …

Fueglistaller, Urs (2008):
Dienstleistungskompetenz: strategische Differenzierung durch konsequente Kundenorientierung. Zürich: Versus, 2008

Dieses neue Buch ist zwar thematisch Off-Topic, aber der Artikel von Miriam Meckel (S. 334 – 357) zum Thema Kommunikaitonsmanagement zeigt die entsprechenden Dimensionen der Umsetzung schön auf (Public Relations, Public Affairs, Investor Relations, Mitarbeiterkommunikation) und geht auf die Querschnittsfunktionen bei der Umsetzung (Media Relations) und bei der Analyse (Issues Management) ein.

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