Day Five
Friday, November 21st, 2008Der Tag beginnt mit einem Ziegelstein:
Weiber, Rolf (2002):
Handbuch Electronic Business: Informationstechnologien – Electronic Commerce – Geschäftsprozesse. 2., überarbeite und erweiterte Auflage. Wiesbaden: Gabler, 2002
Hier sind auf 1096 Seiten von den Grundlagen des E-Business bis zu Praxis-Beispielen eine grosse Vielfalt möglicher Aspekte des Themas aufgeführt. Ich stiess bei den Referenzen bei Fritz (2007) auf einige Artikel dieser Sammlung. Bemerkenswert ist, dass alleine das Autorenverzeichnis – obwohl sehr kompakt – 8 Seiten umfasst. Ich picke die für meine Arbeit interessanten Artikel hier raus:
Koushik, Srinivas / Straeten, Detlef (S. 117 – 140):
Eine strategische Roadmap zur Implementierung von E-Business-Lösungen
4 Phasen: Aufbau einer Präsenz, Bereitstellung von grundlegenden Self-Service-Funktionen für die Kunden (E-Mail-Adressen, Telefonfunktionen, Formulare anfordern, Unterlagen bestellen, Ausfüllen von Formularen die unterstützende Workflows auslösen, Lokalisierung von Händlern o.ä.), Erweitern der Self-Service-Funktionen (Suchfunktionen, Offertanfragen, Leistungsanfragen), Integration in Line-of-Business-Anwendungen (Abschluss, Änderungen an Daten, Verfolgung von Workflows)
Weiber, Rolf / Meyer, Jörg (S. 343 – 361):
Virtual Communities
Unterteilung: nicht kommerzielle VC (nicht ansprechbar / ansprechbar) und kommerzielle VC (unabhängig / abhängig) -> abhängige Communities bieten dem Unternehmen das Instrument der WoM-Propaganda
Reichwald, Ralf / Piller, Frank T. (S. 471 – 493):
Mass Customization-Konzepte im Electronic Business
Systematisierung nach zwei Dimensionen: Grad der Interaktion zwischen Abnehmer und Anbieter bei der Leistungskonfiguration & Digitalisierbarkeit der Leistung (z.B. Finanzdienstleistungen) -> Gruppe 4 (hohe Interaktion und hohe Digitalisierbarkeit der Leistung) besteht aus sog. E-Service-Innovations, d.h. Informationsgüter in Form komplexer Beratungs- und Informationsleistungen
Gestaltung des Mass-Customization-Geschäfts im Internet: Präsentation des Anbieters und der zu individualisierenden Leistungen -> systemgeführte Vornahme der Konfiguration -> Bestellung -> Ordertracking -> Kundendialog
Englert, Roman / Rosendahl, Thomas (S. 497 – 507):
Customer Self Services
Ziele und Anforderungen an Customer Self Services aus Anbietersicht: Erhöhung der Kundenbindung und Differenzierung im Wettbewerb, Sammlung und Nutzung von Kundenwissen, Potenzial zur Senkung der Prozesskosten
Gestaltungsanforderungen aus Nachfragersicht: Usability der Benutzerschnittstelle, Spass und Qualität, Transparenz (z.B. Nachvollziehbarkeit), Standards (z.B. bei Fehlermeldungen)
Kategorien der Applikationen: Transaktionsapplikationen, Push-Applikationen, E-Care-Applikationen, User-to-User-Kommunikation (Foren, Chats, VC [siehe oben])
So, Ziegelstein zurückbringen, Kaffee trinken, und weiter geht’s mit:
André Papmehl (1998):
Absolute Customer Care : wie Topunternehmen Kunden als Partner gewinnen. Wien: Signum Verlag, 1998
Uh, alt (mit einem “Praxisbeispiel Swissair”!). Aber bei den Referenzen gefunden, darum ist ein Blick in die Aufsatzsammlung nötig. Take-Aways:
Muther, Andreas / Österle, Hubert / Tomczak, Torsten (S. 77 – 91):
Electronic Customer Care – IT in der Anbieter-Kunden-Beziehung
Allgemeine Trends: Kundenselbstbedienung (Abnehmerqualifikation), Individualisierung der Kundenbeziehungen, VC, Information On Specific Demand, 24/7, Push-Informationen
Trends in der Evaluations-Phase des Customer Buying Cycles: Elektronische Bedürfnisanalyse / Beratung, Konfigurationsunterstützung, Selbstinformation
Und next… wieder ein Ziegelstein:
Bauer, Hans H. / Rösger, Jürgen / Neumann, Marcus M. (2004):
Konsumentenverhalten im Internet. München: Vahlen, 2004
Eine Aufsatzsammlung – again -, gegliedert nach den vier Bereichen Theorie, Marketinginstrumente, Informationsanalyse und Branchenaspakte. Take-Aways:
Englbrecht, Andreas / Hippner, Hajo / Wilde, Klaus D. (S. 82 – 105)
Kundenorientierung als Determinante des Käuferverhaltens im Internet – Eine Analyse ausgewählter Websites deutscher Unternehmen
Ein Zitat aus der Studie, die im Frühjahr 2002 47 Internet-Auftritte namhafter deutscher Unternehmen aus verschiedenen Branchen (FinanzDL, Touristik, Einzelhandel, Automobil) auf die Kundenfreundlichkeit untersucht hat: “Massive Probleme bestehen jedoch vor allem im Umgang mit diesen neuen Instrumenten auf Unternehmensseite.” VC waren bei 3 Unternehmen, Produktkonfigurations-Möglichkeiten nur bei den Unternehmen der Automobilbranche vorhanden.
Am Rande heute im RSS-Feedreader gefunden: Gartner Identifies the Top 10 Strategic Technologies for 2009-> da steckt unter dem Punkt “Social Software and Social Networking” ein brisanter Satz drin: “Organizations should consider adding a social dimension to a conventional Web site or application and should adopt a social platform sooner, rather than later, because the greatest risk lies in failure to engage and thereby, being left mute in a dialogue where your voice must be heard.”






